Meine Schulzeit Essays

Wir müssen die Kinder länger gemeinsam lernen lassen, am besten bis zum Alter von 16 Jahren. Wir würden niemanden verlieren, aber viele gewinnen. Unser gegliedertes Schulsystem setzt auf Homogenität. Im Unterschied zu fast allen anderen Ländern trennen wir unsere Kinder sehr früh. „Das fördert ihre Leistung“, meinen die meisten, „Laura zieht Jenny und Erkan leistungsmäßig nach unten, alle drei schaden der Entwicklung von Alex.“ Doch das ist nicht richtig, wie uns die Forschung zeigt. International vergleichende Studien belegen, dass ein längeres gemeinsames Lernen zu mehr leistungsstarken und weit weniger leistungsschwächeren Kindern führen kann.

Warum ignorieren wir diesen Tatbestand? Warum wischen wir Erkenntnisse mit abschätzigen Begriffen wie Gleichmacherei oder Einheitsschule zur Seite? Längeres gemeinsames Lernen führt zu einem höheren Sockel an Bildung für alle. Und, mindestens ebenso wichtig, zu mehr gegenseitigem Respekt. Wie sollen Kinder lernen, Menschen aus anderen sozialen und kulturellen Gruppen anerkennend zu begegnen, wenn sie früh getrennt werden? Längeres gemeinsames Lernen muss allerdings gut vorbereitet werden, es bedarf einer Pädagogik der Vielfalt.

Die Erzieherinnen im Integrationskindergarten der vier Kinder haben gezeigt, dass es geht. Den Umgang mit Vielfalt in der Schule nicht zu leben und das Menschenrecht auf inklusives Lernen zu verweigern, das sind die zentralen Probleme unseres Schulsystems.

Kinder brauchen Zeit und Vertrauen. Nicht alle rennen gleich von allein und schnell los. Alex, der heutige Eliteschüler, ist das beste Beispiel. Unser Schulsystem muss also Zeit geben. Doch wir haben die Gymnasialzeit um ein Jahr verkürzt. Kitas, Kindergärten und Ganztagsschulen fangen den Verlust nicht auf. Wir brauchen zügiger als geplant mehr und qualitativ gute Kinderhorte, Ganztagskindergärten und -schulen. Wir brauchen das Auslandsjahr. Bei einem Arbeitsmark, der sich rascher denn je verändert, sollten wir an Bildungszeit nicht sparen.

Kinder müssen in der Schule verschiedene Fertigkeiten und Fähigkeiten entfalten. Noch trennen wir zu scharf: Die Schule ist für die kognitiven Kompetenzen zuständig, die außerschulischen Lernorte übernehmen den großen Rest. Leitwerte und Schlüsselkompetenzen kann man auch in der Schule lehren und lernen. Dafür müssen wir die Unterrichtsformen ändern, Demokratie, Werte, kulturelle und soziale Kompetenzen vermitteln und die Bereitschaft schulen, Verantwortung zu übernehmen. Als Alex eigenverantwortlich arbeiten durfte, packte ihn das Lernen. Als Jenny erlebte, wofür sie lernt, war das Interesse da. Unterrichtsinhalte dürfen wir nicht zu früh verengen. Über ein langes Leben hinweg müssen wir immer wieder auf ihnen aufbauen können.

Geld allein macht noch kein gutes Bildungssystem aus. Finnland gibt vom Primar- bis zum Tertiärbereich pro Schüler kaum mehr Geld aus als Deutschland. Dennoch unterscheiden sich die Bildungsergebnisse erheblich. Allerdings hält sich Deutschland vor allem in den frühen Schuljahren stark zurück, in denen für die Kinder ein kompensatorisches Lernen am nötigsten ist.

Wir müssen hier umsteuern und gerade die frühen Schuljahre stärker finanzieren. Wir müssen bis 2015 das selbst gesteckte Ziel erreichen und zehn Prozent des Bruttosozialprodukts in Bildung und Forschung investieren. Finanzschwache Bundesländer und Brennpunktschulen müssen mehr Geld und damit mehr Gestaltungsraum erhalten. Zum Wohle unserer Kinder brauchen wir einen solidarischen Föderalismus.

Zeit, Inhalte, Kreativität und Geld – mit diesen Elementen müssen wir eine Infrastruktur aufbauen, die mit gut qualifiziertem und gut bezahltem Personal unsere Kinder bildet. Eltern brauchen unsere Unterstützung. Die vielen Akteure im Bildungsverlauf müssen miteinander vernetzt werden. Hierzu benötigen wir die Zusammenarbeit ganz unterschiedlicher Institutionen und Professionen. In diesem Sinne müssen Bund, Länder und Gemeinden wieder kooperieren. Aber auch lokale Bildungsnetze sind enorm wichtig.

Wir brauchen Bildungsketten: Schulen, Jugendämter, Jugendzentren und Jobcenter müssen viel enger zusammenarbeiten, Warnsignale früh erkennen und rechtzeitig reagieren. So wird es gelingen, mehr Kinder als bisher besser zu bilden. Der Ertrag wird hoch sein, nicht nur wirtschaftlich betrachtet, sondern auch, was Glück und Zufriedenheit angeht.

Jutta Allmendinger ist Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB). Ihr neues Buch ist soeben bei Pantheon erschienen: Schulaufgaben. Wie wir das Bildungssystem verändern müssen, um unseren Kindern gerecht zu werden.

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Meine Schule
Das Lernen spielt eine große Rolle in unserem Leben. Die Schüler kommen in die Schule mit 6 oder 7 Jahren. Schon im Kindergarten bereiten sich die Kinder beim Spielen und Lernen auf den Besuch der Schule vor. Die Schüler können sich die Schule aussuchen. Man kann eine Gesamt- oder Sonderschule besuchen.
Die Grundschule umfasst vier Klassen. Die Schüler bekommen hier Kenntnisse im Schreiben, Lesen, Rechnen, machen sich mit der Kunst und anderen Fächern bekannt. Nach den Grundschuljahren kann jeder Schüler zwischen Sonderschule, Gesamtschule, Lyzeum und Gymnasium wählen.
Nach der neunten Klasse kann man eine Fachschule besuchen und eine Fachausbildung erhalten. Aber wenn man studieren will, muss man noch zwei Jahre lernen. In der elften Klasse legen die Schüler die Reifeprüfungen ab, um ein Reifezeugnis zu bekommen.
Nach dem Schul-, Lyzeum- oder Gymnasiumsabschluss kann man an eine Universität oder an ein Institut gehen. Man muss die Aufnahmeprüfungen bestehen.
Meine Schule ist keine neue und moderne Schule. Sie ist 70 Jahre alt. Das ist ein altes dreistöckiges Gebäude.
Im Keller befindet sich die Garderobe. Im Erdgeschoß liegen eine große Bibliothek, wo man verschiedene Bücher bekommen kann, und die Werkstätten für Jungen und Mädchen. Die breite Treppe führt in den ersten Stock.
Im ersten Stock liegen das Kabinett des Direktors, die Kanzlei und die Klassenräume für die unteren Klassen. Im zweiten Stock sind die Klassenräume für Biologie, Physik und Mathematik. Im dritten Stock befinden sich Aula, Chemiekabinett und Sporthalle.
In unserer Schule gibt es einige Traditionen: z.B. feierlich begehen wir den Beginn jedes neuen Schuljahres. Am 1. September begrüßen die Oberschüler die ABC-Schüler. Sie schenken ihnen Geschenke und veranstalten ein Konzert. Ende des Schuljahres nimmt die Schule Abschied von den Absolventen.
Besonders interessant ist Neujahrfest. Der Tradition nach bereiten die Schüler der letzten Klassen Neujahrsprogramm vor. Gewöhnlich...

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